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10.03.2019

OeSV-Stand als Treffpunkt bei der Boot Tulln

Von Donnerstag bis Sonntag war der OeSV-Stand bei der Boot Tulln Treffpunkt für Segelbegeisterte und jene, die es noch werden wollen. Neben Informationen rund um den Verband, bekamen alle Altersklassen etwas geboten. Für interessante Gespräche standen auch die Nationalteam-Athleten Thomas Zajac, Benjamin Bildstein und David Hussl zur Verfügung.

Schon 48 Jahre lang lockt die Boot Tulln mit einem reichhaltigen Angebot Gäste aus aller Welt nach Österreich. Mit mehr als 45.000 Besuchern hat sich die Austrian Boatshow – Boot Tulln zur größten und wichtigsten Wassersportfachmesse in Österreich und dem zentral- und osteuropäischen Raum entwickelt. Von Donnerstag bis Sonntag war auch der Österreichische Segelverband vertreten und begrüßte viele interessierte Besucher am Stand. Besonderen Anklang fand die neue Regelkunde-App von Gerd Schmidleitner, bei der sich Regattasegler auf dem Gebiet der Regeln weiterbilden können. Die kleinen Segelgäste zeigten ihr Geschick beim Knüpfen von Segelknoten und Basteln von Booten. 
 
Besuch bei einem „Rückkehrer“
Nachdem die ersten Gespräche bei der Boot Tulln 2018 stattgefunden haben, ist der Austrian Offshore Yacht Club dem Österreichischen Segel-Verband mit Jahresbeginn wieder beigetreten. Bei einem Besuch am OSYC-Stand sprach OeSV-Präsidiumsmitglied Barbara Prommegger am Samstag mit Club-Präsident Helmut Pleischl über die nächsten Schritte nach der Wiedervereinigung. „Der Austrian Offshore Yacht Club ist einer unserer größten Mitgliedervereine. Es ist eine große Freude, ihn nach einigen Jahren der Abstinenz wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Es ist eine wichtige Ergänzung im Salzwasserbereich und auch eine Aufwertung für unsere anderen Mitglieder. Ich freue mich auf einen regen Austausch,“ so Prommegger. Für den Austrian Offshore Yacht Club ist die Sicherheit ein großes Thema. Es gibt sogar eine eigene Sailing Academy, die einen Fortbildungsplan mit sechs Modulen umfasst. „Ich darf mich im Namen des ganzen Clubs recht herzlich für die positive Aufnahme bedanken. Wir wollen gemeinsam etwas gestalten und freuen uns auf einen Referenten-Austausch und eine gute Zusammenarbeit bei der Ausbildung. Wir starten im März mit den ersten Prüfungen,“ verkündet Pleischl.
 
Nationalteam-Segler unter den Gästen
Am Wochenende gastierten auch einige Nationalteam-Athleten in Tulln. Thomas Zajac kam direkt vom Flughafen aus dem Trainingslager in Uruguay zur Messe. „Wir sind vor zwei Tagen noch bei drei Meter Welle und 20 Knoten vor Punta del Este gesegelt und haben unseren Winter-Trainingsblock nun beendet. Wir haben insgesamt neun Wochen in Uruguay verbracht und profitierten vom Training mit einem internationalen Team. Die Verhältnisse sind jenen im Olympia-Revier sehr ähnlich,“ berichtet Zajac. Nun haben der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Rio und seine Vorschoterin Barbara Matz eine kurze Regenerationspause. Bereits in zehn Tagen geht es für das Nacra 17-Duo nach Palma, wo traditionell der Europa-Auftakt bei der Trofeo Princesa Sofía stattfindet.
 
Dort werden auch Benjamin Bildstein und David Hussl an den Start gehen. Das 49er-Duo legte nach seinem Trainingslager in Argentinien einen Zwischenstopp bei der Boot Tulln ein. „Wir haben den Jahresauftakt in Miami genau analysiert und gesehen, woran wir arbeiten wollen. Bei unserem zweiten Trainingsblock in Argentinien haben wir uns sehr auf Geschwindigkeit und Technik konzentriert. Für uns folgt nun eine Regatta auf die andere, wir sind aber gut auf die Europa-Saison vorbereitet,“ bestätigt Vorschoter Hussl. Vor genau einem Jahr stand Steuermann Bildstein am Anfang seiner Reha nach der Schulter-Operation. Im Zuge des kurzen Österreich-Aufenthaltes stand für den 27-Jährigen auch ein Kontrolltermin auf dem Programm. „Ich habe die Bestätigung bekommen, dass alles hält. Ich liege absolut im Plan. Es ist ein schönes Gefühl das gemeistert zu haben, ich habe auch extrem viel dafür gearbeitet,“ erzählt Bildstein, dem der Besuch bei der Boot Tulln sichtlich Spaß machte: „Es ist schön, viele Leute zu treffen, die man kennt. Nachdem wir viel unterwegs sind, wissen wir solche Veranstaltungen umso mehr zu schätzen.“