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20.05.2015

Pirat-Europameisterschaft

Die Europameister Schröter/Hoff aus Deutschland

66 Teams aus 6 Nationen kamen in den SC Ebensee um ihren Europameister zu küren

Vom Bosporus an den Traunsee – das passiert nicht alle Tage und war logistisch eine Herausforderung – trotzdem schafften es 4 Teams aus der Türkei, der Pirat Europameisterschaft im Segelclub Ebensee orientalisches Feeling  zu geben, was sich auch in der Clubspeisekarte mit Leberkäse vom Kalb niederschlug.
66 Teams aus 6 Nationen waren in der Ebenseer Bucht am Wasser und wurden sowohl bei den Wettfahrten als auch an Land so richtig verwöhnt. Die österreichische Klassenvereinigung hatte mit toller Vorarbeit an fast alles gedacht und mit liebevollen Side-Events die segelfreien Zeiten garniert, der SCE mit über 50 Mitwirkenden garantierte zu Wasser und zu Land einen reibungslosen Ablauf und dass eine Blasmusikkapelle auch die türkische Hymne plus 5 weiteren intoniert kommt in Seglerkreisen auch nicht alle Tage vor.
Sportlich gesehen präsentierten sich die Piraten als große Seglerfamilie, in der Rangordnungen zwischen den Generationen eben auf dem Wasser ausgesegelt werden – Vater, Mutter und Tochter in 3 verschiedenen Teams gibt es wohl nur in dieser Klasse und man schenkt einander nichts – Siege, Niederlagen und Hoppalas werden abends mit „Hacke – Beil“ Kampfrufen gefeiert und zelebriert – trotzdem überrascht das hohe sportliche Niveau auf der Regattabahn, wo alles fest in deutscher Hand war.
Tag 1 und 2 brachten jeweils 4 Wettfahrten, wobei danach nur mehr die Frage offen blieb, wer von den deutschen Teams wohl den Titel abholen würde - den Österreichern und dem Rest Europas waren nur Teilerfolge im Kampf gegen die Phalanx unserer Nachbarn beschieden. Am Donnerstag schwächelte der Wind und es gelang nur ein Race bei Südwind – Freitag aber war alles wieder bereit für den Showdown im Ebenseer Segelgarten – Krüger/Meewes hatten in der vorletzten Wettfahrt die Führung übernommen, doch Schröter/Hoff schlugen mit einem klaren Sieg in der 11.Wettfahrt eiskalt zurück und sicherten sich mit 2 Punkten Vorsprung den Titel.
Auf  Rang  5 die Schweizer Fels/Ruf und auf Rang 12 die türkischen Zwillinge Suntay/Suntay, als beste Non-German Teams, erst auf Rang 25 die Österreicher Grögl/Braumüller, die sich damit auch den Staatsmeister Titel sicherten, während Mitfavorit Alex Lehner  am Spagat Vorbereitung, Organisation und Segeln wohl zu sehr vereinnahmt worden war.
Begeistert zeigten sich alle von der souveränen Wettfahrtleitung Uli Finckhs, der mittlerweile die Vorzüge und Tücken des Ebenseer Reviers im kleinen Finger hat und bei Notwendigkeit auch mal die Farbe schwarz aufzog, wonach wieder Disziplin und Ordnung einkehrten.