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12.03.2020

470er-WM vor Palma verschoben | OeSV unterstützt rasche Rückreise

Die von 16. bis 21. März geplante 470er-Weltmeisterschaft vor Palma de Mallorca/Spanien, bei der mit David Bargehr/Lukas Mähr, Niko Kampelmühler/Thomas Czajka sowie Niclas Lehmann/Niklas Haberl drei österreichische Teams am Start gewesen wären, wurde wegen der jüngsten Entwicklungen rund um das Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben. Das österreichische Nationalteam, das wegen der im Anschluss an die WM geplanten und mittlerweile bereits abgesagten Princesa Sofia Trophy ebenfalls in Palma weilt, erhält vom Österreichischen Segel-Verband die vollste Unterstützung bei den Planänderungen und den aus Sicherheitsgründen empfohlenen Heimreisen.

Nur einen Tag nach der Absage des für Mitte April geplanten Weltcups vor Genua reagierten auch die Veranstalter der 470er-WM vor Palma de Mallorca sowie der im Anschluss geplanten Princess Sofia Trophy. Der Trainerrat des Österreichischen Segel-Verbands sprach bereits Stunden vor der offiziellen Verkündung der Verschiebung die vollste Unterstützung an die Nationalteamsegler aus, eine ehestmögliche Rückreise nach Österreich zu ermöglichen, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Segler und des Betreuungsstabs bestmöglich zu gewährleisten. 

„Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem nicht mehr der sportliche Erfolg die oberste Priorität hat, sondern die Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Wir müssen alles in unserer Macht stehende unternehmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Da wir selbst italienische Staatsbürger in unserem Betreuungsteam haben, bekommen wir hautnah mit, in welch schwierige Situation das Coronavirus ein Land bringen kann. Wir müssen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um nicht dieselbe Entwicklung zu nehmen. Selbst wenn die WM nicht abgesagt worden wäre, hätten wir auch aufgrund unserer gesellschaftlichen Verantwortung sowie der aktuellsten Entwicklung in Spanien allen Teams vollste Unterstützung bei ehestmöglichen Heimreisen zugesichert“, ist sich Sportdirektor Matthias Schmid der Verantwortung des Segelnationalteams bewusst. „Aktuell sortieren sich unsere Teams einzeln, um je nach Möglichkeit den Rücktransport nach Österreich zu planen“, ergänzt Schmid.

Auch für Steuermann David Bargehr, der gemeinsamen mit seinem Partner Lukas Mähr in den nächsten Wochen die Olympia-Qualifikation für Tokyo 2020 im Auge gehabt hätte, unterstützt die Entscheidung des OeSV und der Veranstalter. „Die Gesundheit hat absoluten Vorrang, insofern ist die Entscheidung nachvollziehbar. Wir befinden uns gerade in einer entscheidenden Phase für Tokyo, wissen aber auch, dass die Frist für die Olympia-Qualifikation bis 30. Juni 2020 verlängert wurde. Insofern sind wir aktuell guter Dinge, dass wir sowohl auf unsere Gesundheit bedacht handeln können und dennoch die Chance auf die Olympia-Qualifikation bekommen werden“, so der 470er-Steuerman David Bargehr.