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31.10.2019

Hochseeerfolge aus österreichischer Sicht

Bild TAORP: Martin Steinthaler

Im Oktober fanden auf für das österreichische Hochseewesen historisch sehr bedeutsamem Boden drei Events statt, die uns positiv in die Zukunft blicken lassen.

In der Nacht auf Freitag, 11.10. haben Lisa Berger und Christian Kargl in Triest die erste gemischte Zweihand Offshore Europameisterschaft gewonnen. Ein Team, das sich - wenn auch kurzfristig - im wahrsten Sinne des Wortes gefunden hat, in einer Klasse, die in gleichem Format und vermutlich ähnlichem Boot 2020 vor Marseille erstmals olympisch gesegelt wird. Gesegelt wurde in knapp drei Tagen von Venedig nach Triest auf L30 Booten designed von Luca Rodeon, dem ehemaligen 49er Crack.
Ein wirklich toller Erfolg für ein junges Team mit breiter Erfahrung, der uns als Österreichischer Segelverband besonders freut. Und auch das Format an sich, sowie die Tatsache, dass Offshore-Segeln endlich olympisch wird, tragen dazu bei, den Segelsport einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen und zu fördern.

Gleiches gilt für das Austrian Ocean Race Project - ein tolles Hochsee-Projekt rund um den Kärntner Julian Kircher. Nachwuchssegler, die sich auf einer Atlantikquerung die Frage stellen, warum noch nie ein österreichisches Boot beim Ocean Race mitgesegelt ist - und diesen Traum dann gleich in die Tat umsetzten. Sie stellen ein gutes Konzept zusammen, finden Partner und kaufen die ehemalige Vestas, um das Projekt zu starten, bei der Ausgabe 2021/22 dabei zu sein. Zwei Kaiser (Landeshauptmann Peter Kaiser und "Kaiser" Franz Klammer) taufen das Boot am 11.10. "Sisi" in Portopiccolo nahe Triest, dem einst so bedeutsamen Seehafen für die Donaumonarchie. Wenn das kein gutes Omen ist. Schließlich wird die frisch getaufte Sisi bei der 51. Barcolana am 13.10. bei wenig Wind auch noch ausgezeichnete 26.

Dieses Momentum gilt es jetzt für den Österreichischen Hochseesport mitzunehmen und weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir als Segelverband planen im nächsten Jahr auch eine Staatsmeisterschaft im neuen Format zu segeln und nicht zuletzt auch damit die Vorbereitung für die neue olympische Klasse zu erleichtern.

Wir wünschen den frisch gebackenen Europameistern wie auch dem Team des Austrian Ocea Race Projects Alles Gute für die nächsten Jahre und die kommenden Vorhaben und werden als Österreichischer Segelverband unterstützen wo es uns möglich ist.

Am Bild: Das Segelteam v.l.n.r. (hinten) Konstantin Kobale, Julian Kircher, Franz Klammer (Taufpate), Gerwin Jansen, Klaus Möller (Taufpate), Peter Kaiser (Taufpate); v.l.n.r. (vorne) Linda Fahrni, Oliver Kobale, Raphael Hussl, Anna Luschan, Maja Siegenthaler