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26.03.2020

Stellungnahme zur Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio

Copyright: GEPA pictures/Philipp Brem

Am Dienstag gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) angesichts der Coronavirus-Pandemie die Verschiebung der ursprünglich von 24. Juli bis 9. August 2020 geplanten Sommerspiele in Tokio bekannt. 

Der neue Termin steht noch nicht fest, ausgetragen werden sollen die Olympischen Spiele aber bis spätestens Sommer 2021. „Im Augenblick haben die Gesundheit der Bevölkerung und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems klare Priorität. Wir hatten in den letzten Tagen laufend Kontakt mit dem IOC, haben die Sicht unserer Athleten wiederholt kommuniziert. Es freut uns, dass die Sorge um die Gesundheit der AthletInnen letztlich zu dieser Verschiebung geführt hat“, erklärt Peter Mennel, Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Comités.

Die sich weiter ausbreitende Coronavirus-Pandemie hat auch aus Sicht des Österreichischen Segel-Verbandes eine Verschiebung zwingend notwendig gemacht. Für den OeSV, der bereits einen Olympia-Container nach Japan entsandt hat, ist vor allem die Festsetzung des neuen Termins aufgrund der klimatischen Bedingungen in Tokio von großer Bedeutung. „Wir sind jetzt alle gefordert, uns auf eine noch nie dagewesene Situation einzustellen. Als OeSV haben wir von Beginn an die Gesundheit und Sicherheit aller in den Vordergrund gestellt. Die Verschiebung der Spiele ist daher die richtige Entscheidung, auch aus sportlicher Sicht. Gleichzeitig müssen wir unsere Vorbereitung komplett neu planen. Ein neuer Termin kann zum Beispiel völlig andere Wetterbedingungen im Olympiarevier bedeuten. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem professionell arbeitenden Team diese Herausforderungen meistern werden. Unser Ziel, mit vier Teams um olympische Medaillen mitzusegeln, ist jedenfalls unverändert. Und wir hoffen natürlich, dass auch die Förderstellen den geänderten Umständen Rechnung tragen und uns zusätzliche Unterstützung geben,“ bestätigt OeSV-Präsident Herbert Houf.

Der Segel-Verband hat sich in drei von vier beschickten Klassen (49er, 49erFX und Nacra 17) bereits den Olympia-Quotenplatz gesichert. Der für ursprünglich Mitte April geplante Weltcup vor Genua/Italien, bei dem Österreichs 470er die letzte Chance auf das Nationenticket gehabt hätten, wurde bereits vor zwei Wochen abgesagt. „Aufgrund der rasanten Entwicklungen sind wir von einer Verschiebung der Olympischen Spiele ausgegangen. Durch diese logische Entscheidung fällt zumindest eine Art der Unsicherheit weg. Die aktuelle Situation bleibt aber eine Herausforderung. Wir versuchen das Beste daraus zu machen und uns im Rahmen der Möglichkeiten vorzubereiten. Wir werden verschiedene Pläne und Szenarien ausarbeiten, um für die Olympischen Spiele in Tokio gerüstet zu sein - wann auch immer diese stattfinden werden“, blickt OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid nach vorne. Mit individuellen Trainingsplänen und zahlreichen Teammeetings per Video-Konferenz wurden für die Nationalteam-Segler bereits umgehende Maßnahmen für die Zeit in Heim-Quarantäne gesetzt.