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14.07.2020

Frank/Abicht gehen beim Techniktraining ins Detail

Copyright: Tobias Stoerkle - Photography

Für Tanja Frank und Lorena Abicht neigt sich der erste Trainingsblock vor Santander dem Ende zu. An der spanischen Nordküste feilen die Vize-Weltmeisterinnen von 2018 an der Technik bei Welle. Ab September haben die 49erFX-Seglerinnen auch wieder Regatten in Aussicht.

In einem Segler-Leben bedarf es bekanntlich viel Flexibilität, das müssen die OeSV-Athleten aktuell in einem ungewohnt hohen Ausmaß an den Tag legen. So auch Tanja Frank und Lorena Abicht, die nach ihren Trainingsblöcken am Neusiedler See und im kroatischen Zadar nun Santander als neue „Trainingsheimat“ auserkoren haben. „Wir haben einen Ort gesucht, an dem wir bei Welle segeln können und wo die Bedingungen an Japan herankommen. Man wird nie ein komplett gleiches Revier finden, wir haben mit dieser Entscheidung aber zumindest die bestmöglichen Rahmenbedingungen geschaffen“, ist sich Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Tanja Frank, die in der „Burgenländerin“ bei der Wahl zur „Top-Frau in der Kategorie Sport & Lifestyle“ nominiert ist, sicher.

Voller Fokus auf die Technik
An der spanischen Nordküste trainieren die Vizeweltmeisterinnen von 2018 alleine mit Coach Luca Bursic. Das zweite OeSV-Team mit Laura Schöfegger und Anna Boustani konnte aufgrund einer erneuten Mandelentzündung bei Steuerfrau Schöfegger nicht anreisen. „Nach langer Zeit ohne Welle ist das kein Problem, da wir uns auf die Technik konzentrieren. Die Detailarbeit benötigt viel Fokus und da ist es auch von Vorteil, wenn Luca die Augen nur auf uns hat. Wir haben uns das Vertrauen am Boot wieder erarbeitet und das Segeln bei Welle für uns entdeckt“, zeigt sich Vorschoterin Abicht, die am Sonntag ihren 26. Geburtstag gefeiert hat, erfreut.

Am 16. Juli kehrt das OeSV-Duo wieder nach Neusiedl am See zurück, neben gezieltem Krafttraining steht auch Regeneration auf dem Programm. Danach wollen die beiden wieder nach Santander zurückkehren. „Wir haben hier gute Bedingungen und sollten uns dann auch mit Trainingspartner messen können. Das wäre im nächsten Schritt wichtig, um einen direkten Vergleich zu haben“, weiß Abicht, die wie ihre OeSV-Teamkollegen ein Jahr vor den Olympischen Spielen aktuell nicht nach Japan reisen kann. „Der Verband und wir wären bereit. Wir können die Situation aber nicht ändern und lassen uns deshalb auch nicht aufhalten. Durch die Verschiebung haben wir noch mehr Zeit, um uns bestmöglich vorzubereiten. Ich weiß jeden Tag, wofür ich hart arbeite“.

Regatten ab September in Aussicht
Im September können sich die Seglerinnen vom Union Yacht Club Neusiedlersee – nach jetzigem Stand – wieder mit der internationalen Konkurrenz messen. Von 4. bis 6. September ist eine Trainingsregatta in Aarhus/Dänemark geplant. Nach der Rückkehr in das WM-Revier von 2018, wo Frank/Abicht mit Silber die erste 49erFX-WM-Medaille für Österreich holten, steht die Kieler Woche auf dem Programm. „Das ist eine erfreuliche Aussicht. Es ist wichtig, dass wir bei einer Regatta wieder in den Renn-Modus kommen. Bis dahin werden wir unser Training fokussiert fortsetzen und unsere offenen Punkte abarbeiten“, erklärt Frank.