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31.01.2019

Bildstein/Hussl machen mit Wettfahrtsieg Boden gut

Copyright: GEPA pictures/Matthias Mandl

Wie schon zum Auftakt herrschten auch am Mittwoch beim Weltcup vor Miami schwierige Leichtwind-Verhältnisse, wodurch keine der Klassen mit österreichischer Beteiligung alle geplanten Rennen durchführen konnte. Benjamin Bildstein und David Hussl gewannen die einzige 49er-Wettfahrt und machten in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorne. Das Nacra 17-Duo Thomas Zajac und Barbara Matz verbesserte sich ebenfalls und liegt nun in den Top-10.

Während bei den 470er-Herren gar kein Rennen in die Wertung gebracht wurde, ließen die Verhältnisse auf der 49er-Bahn eine Wettfahrt zu, die Benjamin Bildstein und David Hussl sogar für sich entschieden. Nach einem guten Start übernahmen die beiden auf der ersten Vorwind die Führung und brachten den Sieg souverän ins Ziel. „Wir hatten durch den gelungenen Start eine gute Position an der ersten Luv-Tonne und haben dann kluge aber auch mutige Entscheidungen getroffen. Nachdem der gestrige Tag nicht nach Wunsch verlaufen ist, freuen wir uns sehr über das Ergebnis,“ berichtet Steuermann Bildstein, der gerade beim Start aufgrund der großen Skiff-Flotte eine neue Strategie wählte: „Wir haben uns heute tatsächlich zehn Minuten vor dem Startsignal an der Startposition aufgestellt, weil die Flotte einfach zu groß ist. Wenn man sich hier bei fünf bis sieben Minuten vor dem Signal, was für einen normalen Start eigentlich viel zu früh ist, aufstellt, ist es schon zu spät. Daher haben wir jetzt zehn Minuten um unsere Startposition gekämpft, das haben wir so noch nie erlebt. Aber es hat sich auf alle Fälle ausgezahlt.“ Im Zwischenklassement verbesserten sich die Österreicher auf Rang 15, am Donnerstag sind vier Wettfahrten geplant.
 
Zajac/Matz in den Top-10
Ebenfalls einen Sprung nach vorne machten Thomas Zajac und Barbara Matz, die den Tag mit einem dritten Platz begannen. Im zweiten Rennen kamen sie als 13. ins Ziel, aufgrund der soliden Leistungen am ersten Tag ist dies auch gleichbedeutend mit dem derzeitigen Streichergebnis. „Wir mussten wieder warten, bis wir bei Leichtwind zumindest zwei Wettfahrten machen konnten. Mit dem dritten Platz sind wir sehr zufrieden und hoffen, dass nun mehr Wind kommt und wir uns weiter verbessern können,“ so Zajac, der nun auf dem siebten Platz liegt. Das zweite österreichische Nacra 17-Duo Laura Farese und Matthäus Zöchling rangiert beim Weltcup-Debüt nach fünf Rennen an 17. Position. Am Donnerstag stehen vier Rennen auf dem Plan.   
 
Auf und Ab bei den 49erFX
Im 49erFX konnten mit drei der geplanten vier die meisten Wettfahrten des Tages durchgeführt werden. Doch gerade das letzte Rennen war am Rande eines Abbruchs, wurde aber bei zwei Knoten doch noch beendet. Zwar gelangen Tanja Frank und Lorena Abicht mit Rang acht wieder eine Top-10-Platzierung, durch die Ränge 22 und 24 büßten die Vize-Weltmeisterinnen aber einige Positionen (aktuell 14.) ein. „Normalerweise haben wir unsere Stärken wenn es ‚tricky‘ wird. Heute war es aber besonders schwierig, weil der leichte Wind auch noch ganz schwer zu lesen war und wir deshalb falsche Manöver gesetzt haben. Im letzten Rennen hatten wir zudem einen schlechten Start, bei zwei Knoten kann man dann nichts mehr aufholen,“ analysiert Vorschoterin Abicht. Ein ähnliches Wellenbad erlebten Laura Schöfegger und Anna Boustani, die einem zweiten Platz die Ränge 31 und 36 (DNF) gegenüberstehen haben. „Im zweiten Rennen haben wir unseren Plan gut umsetzen können und waren von Anfang an vorne dabei. Der Wind hat aber wirklich verrückt gespielt, in der letzten Wettfahrt war er auf unserer Seite plötzlich komplett weg. Das müssen wir abhaken und morgen wieder voll angreifen,“ richtet die auf Platz 20 liegende Steuerfrau Schöfegger den Blick nach vorne. Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer kamen auch am zweiten Tag noch nicht richtig in Fahrt und rangieren an 33. Stelle.
 
Die 470er-Herren mussten nach vier Stunden am Wasser und ohne Startversuch unverrichteter Dinge wieder zurückkehren. Für die drei OeSV-Teams stehen somit am Donnerstag drei Rennen auf dem Programm. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht deutlich besser aus.

 

World Cup Miami (USA), 30. Jänner - 3. Februar 2019:

 

49erFX
1. Alexandra Maloney / Molly Meech (NZL) 4 (2, 1, 1, (10))
14. Tanja Frank / Lorena Abicht (AUT) 35 (5, 22, 8, (24))
20. Laura Schöfegger / Anna Boustani (AUT) 48 (15, 31, 2, (36-DNF))
33. Angelika Kohlendorfer / Lisa Farthofer (AUT) 81 (27, (32), 31, 23)
 
470er
1. Anton Dahlberg / Fredrik Bergström (SWE) 5 (2,3)
18. David Bargehr / Lukas Mähr (AUT) 32 (6, 26)
28. Niko Kampelmühler / Thomas Czajka (AUT) 53 (28, 25)
29. Yannis Saje / Lukas Haberl (AUT) 56 (25, 31)
 
49er
1. Nevin Snow / Maximilano Agnese (USA) 15 ((40), 5, 8, 2)
15. Benjamin Bildstein / David Hussl (AUT) 36 (12, (32), 23, 1)
 
Nacra 17
1. Samuel Albrecht / Gabriela Nicolino de SÁ (BRA) 7 (1, (7), 1, 4, 1)
7. Thomas Zajac / Barbara Matz (AUT) 29 (9, 8, 9, 3, (13))
17. Laura Farese / Matthäus Zöchling (AUT) 62 (11-STP, 18, 16, (22), 17)
 
Programm
31. Jänner – Opening Series
1. Februar – Opening Series
2. Februar – Opening Series 470er / Medal Race 49er, 49erFX, Nacra 17
3. Februar – Medal Race 470er