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12.03.2020

Österreichischer Segel-Verband reagiert auf die jüngsten Entwicklungen zum Coronavirus

Der Österreichische Segel-Verband (OeSV) trifft angesichts der aktuellen Lage rund um das Coronavirus sowie der zuletzt von der österreichischen Bundesregierung erlassenen Verordnungen und Empfehlungen wichtige Entscheidungen. Darüber hinaus legt der OeSV seinen Klassenvereinigungen und Verbandsvereinen weitere Maßnahmen nahe. 

World Sailing hat den für Mitte April angesetzten Weltcup vor Genua/Italien am Mittwoch aufgrund der aktuellen Entwicklungen abgesagt. Bei dieser Regatta wäre es für Österreichs 470er-Segler um den letzten verbliebenen Quotenplatz für die Olympischen Spiele gegangen.

Auf Basis der am Mittwoch bekanntgegebenen Verordnungen und Empfehlungen der österreichischen Bundesregierung, entschied sich der Österreichische Segel-Verband Maßnahmen zu treffen. Das bevorstehende Programm im Breitensport und Nachwuchs wird reduziert. Allen voran wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, im Ausland stattfindende Jugendveranstaltungen der Klassenvereinigungen abzusagen. Der OeSV selbst hat bereits beschlossen, die für die Osterferien im Bundesleistungszentrum Neusiedl am See geplante Zoom8-Europameisterschaft zu verschieben. Darüber hinaus wird die für 28. März 2020 angesetzte OeSV-Generalversammlung vertagt.

Der Österreichische Segel-Verband empfiehlt außerdem seinen Verbandsvereinen die eigenen Aktivitäten stark einzuschränken. Dabei gilt es nicht nur das von der Regierung vorgegebene Limit für Indoor-Veranstaltungen von maximal 100 Personen einzuhalten, sondern auch die allgemeinen Empfehlungen der zuständigen Behörden zu beachten. Es wird empfohlen, auch Veranstaltungen unter der maximalen Personenanzahl abzusagen sowie unmittelbare persönliche Kontakte zu reduzieren. „Mit unseren Maßnahmen und Empfehlungen versuchen wir einen Beitrag zu leisten, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir sehen das als unsere gesellschaftliche Verantwortung“, so OeSV-Präsident Herbert Houf.

Weltcup in Italien abgesagt
Nach dem Ausbruch von COVID-19 in Italien stand World Sailing in regelmäßigem Kontakt mit dem Italienischen Segelverband, den lokalen Organisatoren und der italienischen Regierung, um sich über die Lage zu informieren und sie genau zu beobachten. Am Mittwoch wurde die Entscheidung getroffen den für Mitte April geplanten Weltcup vor Genua abzusagen, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Segler, der Organisationsmitarbeiter, der Offiziellen und der Volunteers zu gewährleisten.

Der Weltcup wäre für die afrikanischen, asiatischen und europäischen Segler ursprünglich die letzte Möglichkeit gewesen, das Nationenticket für die Olympischen Spiele zu lösen. Aus österreichischer Sicht sind die 470er David Bargehr/Lukas Mähr sowie Nikolaus Kampelmühler/Thomas Czajka betroffen. In den Klassen 49er, 49erFX und Nacra 17 ist der Österreichische Segel-Verband bereits für Tokyo qualifiziert.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat World Sailing eine Verlängerung des Qualifikationszeitraums bis zum 30. Juni 2020 gewährt. Der Segel-Weltverband arbeitet nun in enger Zusammenarbeit mit dem IOC daran, die ausstehende Qualifikation für Tokyo 2020 neu zu terminisieren.

Nationalteam trainiert vor Palma
Das gesamte Nationalteam absolviert derzeit ein Trainingslager in Palma de Mallorca/Spanien, wo in der kommenden Woche die 470er Weltmeisterschaft und im Anschluss die Trofeo Princesa Sofia ausgetragen werden soll. „Die Gesundheit der Segler und des Betreuerteams ist das oberste Gut. Wir verfolgen die Entwicklungen ganz genau und sind in enger Abstimmung mit OeSV-Arzt Dr. Jürgen Scharhag. Unser Team ist in Palma aktuell keinem höheren Risiko ausgesetzt. Wir befolgen alle ausgegebenen Maßnahmen und bewerten die Situation ständig neu“, versichert OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid.