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Aus "eins" wird "zwei" - Die ÖHM 2018

Das Motto „Einheitsklasse meets ORC“ wird ab dem Jahr 2018 neu interpretiert.

Es ist der Lauf der Zeit. Zielgruppen werden immer genauer beschrieben, enger definiert und bis zum – Achtung, Marketingsprech! – Microtargeting in den Sozialen Medien getrieben. Das macht vor dem Sport im Allgemeinen und dem Segeln im speziellen natürlich ebenfalls nicht Halt. So folgen die Veranstalter der Österreichischen Hochseemeisterschaften diesen Entwicklungen und machen bei der Vergabe der Medaillen im Hochseebereich aus „eins“ gleich „zwei“.

Das Motto „Einheitsklasse meets ORC“ wird ab dem Jahr 2018 neu interpretiert. Wurde das letzte Jahrzehnt gemeinsam regattiert, so werden die beiden Regatten in der nächsten Saison räumlich und zeitlich signifikant getrennt. Der Entscheidung gingen zahlreiche intensive Gespräche quer durch alle seglerischen und organisatorischen Lager voraus. Brauchte die Lösungsfindung dem guten Ding entsprechende Weile, so waren in der Faktenfindung sich eigentlich alle schnell und schlüssig einig: Die Anforderungen der klassischen Einheitsklassen-Teams sowie der ORC-Kernzielgruppe waren und sind gänzlich andere. Darauf wurden unisono auch die rückläufigen Teilnehmerzahlen der klassischen „ÖHM“ in Biograd zurückgeführt. Vor allem die Faktoren Austragungsort, Zeitraum der Regatta und Kursetzung verhinderten so etwas wie die „eierlegende Wollmilchsau“ in der Adria. 

ORC im Frühjahr, Einheitsklasse im Herbst

Für die Fans der Einheitsklasse bleibt mehr oder weniger alles beim Alten. Gesegelt wird auf Bavarias, Ort des Geschehens bleibt Biograd. Auch der Zeitpunkt mit Anfang Oktober ist gelernt, folgt den Notwendigkeiten der Charterbranche in Kombination mit den knappen noch freien Zeitslots für Wettfahrten im dichten rot-weiß-roten Adria-Regattakalender. An den Stellschrauben für die Wasserarbeit als auch am Rahmenprogramm der Einheitsklasse kann und wird noch gedreht werden. Sachte, sicherlich, da es offensichtlich und aufgrund der Rückmeldungen zu dem Bewerb überschaubaren Handlungsbedarf geben dürfte. „Prinzipiell wollen wir die generelle Gewichtung der Kursrennen mit dem einen, optionalen Coastal-Race beibehalten. Im Raum steht unter anderem das Einführen eines Lee-Gates bei den klassischen Wettfahrten, um mehr taktische Varianten zu ermöglichen. Damit erwarten wir uns noch mehr Spannung“, erklärt Wolfgang Schreder in Abstimmung mit dem designierten Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner. 

Neues Datum, neuer Ort

Weitaus umfassender fallen die Änderungen für die den ORC-Bewerb aus. „Bei den ORC-Meisterschaften bleibt eigentlich kein Stein am anderen. Wir haben dazu in den letzten Monaten wirklich umfassendes Feedback aus der Szene bekommen. Schon für nächstes Jahr wird alles umgekrempelt und der Focus klar auf Coastal-Races gesetzt. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit haben wir uns im ersten Schritt für eine Kooperationsvariante mit einem etablierten Event entschieden. Ob dies ein Zwischenschritt für einen langfristig eigenständigen Event ist, oder eine beständige Variante, wird sich zeigen. Das haben wir uns beidseitig bewusst offen gelassen“, so Schreder über die Integration der ORC-Medaillenvergabe in den Hofbauer Cup 2018.

Einiges an Gemeinsamkeiten bleibt den Veranstaltungen jedoch. So werden die Rollen zwischen dem OeSV und seinen Partnern nachjustiert. In beiden Fällen soll verstärkt die direkte Kommunikation mit den Teilnehmern – vor allem von Verbandsseite – intensiviert werden. Auch im „Vertrieb“, also der Teilnehmerakquisition, will sich der Verband verstärkt einbringen. „Wir bauen auf das Team und die äußerst positiven Erfahrungen der Segel-Bundesliga auf. Das gilt im Vorfeld, an Land und am Wasser gleichermaßen“, skizziert Roland Regnemer die kurzfristigen Pläne.

Damit das Ganze mehr wird, als nur die Summe der zwei Regatten.

Termine:

Österreichische Hochsee-Staatsmeisterschaft „OneDesign“ 2018

06.10. – 10.10.2018, Biograd (CRO)            ->   www.hochseemeisterschaft.at

Österreichische Hochsee-Meisterschaft „ORC“ 2018, hosted bei Hofbauer-Cup

17.04.- 21.04.2018, Portoroz (SLO)