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05.12.2016

Echt steirisch: Der 34. SCup

Der Steirische Fahrtenseglercup, kurz „SCup“, ist eine ganz besondere unter den österreichischen Fahrtensegler-Regatten: Erstens segelt das gesamte Teilnehmerfeld in einer einzigen Einheitsklasse mit Spinnaker, seit 2012 auf First 35. Das sorgt für unmittelbaren, sportlichen Wettsegel-Spaß. Zweitens gibt es jedes Jahr ein Training unter professioneller Leitung direkt vor dem S-Cup. So können auch weniger erfahrene oder zusammengewürfelte Crews im Feld mithalten. Eine anspruchsvolle Regatta also, aber durchaus geeignet für ambitionierte Einsteiger/innen.

Seit 1983 organisiert der Nautic Club Austria (NCA) den SCup mit - je nach verfügbarer Bootsklasse - zwischen 20 und 34 Booten am Start. Heuer waren es leider nur 10 Crews. Am 23. Oktober begrüßte Trainer Christian Kargl (2sail.com) neun Teams zum zweitägigen Training vor Jezera (Murter). In lustigen Übungen auf kleinem Raum, vielen Starts und kurzen Wettfahrten spielten die Crews sich aufeinander ein.

Perfekte Bedingungen und eine steirische Überraschung

Der erste Regattatag bot mit milden Temperaturen und südöstlichen Winden zwischen 8 und 15kn herrliches Segelwetter. Am Abend analysierten die Teams bei Freibier und Jause gemeinsam die trac-trac-Aufzeichnungen der drei Wettfahrten. Nach morgendlicher Flaute setzte am zweiten Tag ebenso beständiger Westwind ein und Wettfahrtleiter Klaus Vrecer startete am Nachmittag die Navigationswettfahrt.

In allen vier Wettfahrten zeigte sich der Effekt des Trainings: Bei den kurzen Wettfahrten lagen nicht mehr als drei Minuten zwischen dem ersten und dem letzten Zieldurchgang und am Ende der dreistündigen Navigationswettfahrt querte die langsamste Crew nur neun Minuten nach der schnellsten die Ziellinie. Nach dem zweiten Tag lag Viktoria Kotnig mit Tochter Maria Muhr am Steuer in Führung, punktegleich vor Lukas Vrecer und seinem black/orange-Team.

In der folgenden Nacht setzte sich eine stürmische, böige Bora durch und ließ keine weiteren Wettfahrten mehr zu. Eine gültige Wertung samt Streicher war aber nach den vier Wettfahrten der ersten Tage doch erreicht und so konnte der NCA den drei bestplatzierten Crews als abschließendes Highlight echt steirische Preise überreichen: Kernöl, Schilcher und eine ganze Kiste steirischer Äpfel. Die versüßen die Wartezeit auf den SCup 2017...