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29.08.2013

twilight – the race

Der Burgenländische Yachtclub rief zur traditionellen 24-Stunden-Regatta, 34 Teams stellten sich der Herausforderung

34 Mannschaften befolgten das diesjährige Motto – be there or be square – der traditionellen 24-Stunden-Regatta am Neusiedler See. Anfangs ging es bei gemütlichen 2-3 Beaufort zügig dahin. Doch die Nacht wurde lang. Immer wieder machten Flautenfelder den Teilnehmern das Leben schwer. Dennoch gelang es den Führenden immer ein wenig Fahrt im Schiff zu halten. Bei nahezu Vollmond wurde voll konzentriert weitergesegelt. Die Führung wechselte mehrmals zwischen Ernst Hofmann auf seiner modifizierten First Class 7, dem alten Neusiedler-See-Fuchs Peter Paul Walter und Mathias Florian auf einer komfortablen First 27, die überraschend gut mit den sportlicheren Booten mithalten konnte und letztlich auch im Ziel die Nase vorne hatte. 2,7 Knoten Schnitt reichten zum Gewinn des Sonderpreises für die am weitesten gesegelte Strecke.

Die Klassenwertung wurde wie immer aus 12 Etappen zu je 2 Stunden ermittelt. Die jeweils in zwei Stunden gesegelten Entfernungen wurden mittels Trackingkoordinaten ausgerechnet. Die schlechtesten zwei Etappen wurden gestrichen.

Bei den Racern (Yardstick bis 106) waren leider nur 4 Boote am Start. Josef Ruppert mit seinem 20er Jollenkreuzer profitierte von der geringen Konkurrenz in seiner Klasse. Trotz Zeitverlust durch einen Frühstart gewann er mit seinem Team relativ problemlos, musste sich aber nach gesegelter Strecke einigen Booten aus der Regattaklasse geschlagen geben.

Die spannendsten Kämpfe um den Sieg gab es in der Regattaklasse (YST ab 107). Nicht weniger als 8 von 21 Teams verbuchten zumindest einen Etappensieg auf ihr Konto. Peter Paul Walter entschied mit der gleichmäßigsten Leistung diese wichtige Wertung mit überlegenen 30 Punkten Vorsprung für sich – und das mit nur einem Etappensieg! Dahinter tobte ein Fernduell auf Grund sehr unterschiedlicher Yardstickzahlen, das letztlich Ernst Hofmann (First Class 7) vor Johann Fazokas (Gib Sea 68) punktegleich für sich entschied.

9 Teilnehmer in der Fahrtenklasse kämpften wie Profis um den Sieg. Die Regeln in dieser Klasse, in der ohne Zusatzsegel gefahren werden sollte, wurden teilweise recht großzügig ausgelegt. Dennoch gab es einen würdigen Sieger. Marek Bis konnte von leichten Winden profitieren und tummelte sich mit seinem Micro Cruiser trotz Serienvorsegel mitten unter den Spinnakeryachten und gewann überlegen mit 6 Etappensiegen vor der bekannt schnellen Delphia 28 gesteuert von Thomas Zeillinger, deren Yardstickzahl erst vor kurzem von 118 auf 116 geändert wurde.

Beim ersten Bier an der Clubbar wurden die Erlebnisse und Ergebnisse nochmals diskutiert und alle Wenn und Aber erörtert – und beschlossen, dass man auch bei der nächsten twilight wieder dabei sein wird.