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25.06.2012

Blaues Band vom Neusiedler See

War das spannend: Nur drei (!) Sekunden trennten die beiden 20er-Jollenkreuzer-Teams Andreas Zethner, Erich Zethner, Helmut Tremmel (siehe Foto, AUT 190) sowie die Titelverteidiger Thomas Dohnal, Christoph Marsano, Michael Lachsteiner im Ziel, wobei die Mörbischer die Nase voran hatten. Damit waren die Hausherren vom veranstaltenden UYC Neusiedler See geschlagen, das Blaue Band für das schnellste Schiff am See sowie der traditionelle Pokal wandern in den Süden.
Dem Nerven zerfetzenden Zieleinlauf vorangegangen war ein ebenso Neven zerfetzender Rennverlauf. Begonnen hatten die 56 teilnehmenden Mannschaften, die in drei Klassen gewertet wurden, um 9 Uhr früh bei schönem Nordwestwind, der Kurs führte die Racer an die ungarische Grenze, den Rest nach Rust. Anschließend ging es für alle zurück nach Neusiedl, als Zugabe stand ein Ringerl nach Breitenbrunn und Podersdorf auf dem Programm, ehe es endgültig heim nach Neusiedl ging. Eine ordentliche Langstrecke also, die an sich schon Herausforderung genug dargestellt hätte (und per Live Tracking auf den Bildschirmen daheim zu verfolgen war). Für Extra-Thrill sorgte der Wind, der mitten drin Siesta hielt und sich dann aus Süd zurückmeldete. In der Flautenpause spielte sich so manches Drama ab, zudem hatten einige Teams mit dem niedrigen Wasserstand zu kämpfen. So auch Dohnal und Co, denen nach einem Aufsitzer das Ruderfall riss; der Reparaturstopp kostete wertvolle Zeit. Zeit, die am Schluss fehlte – siehe oben.
In der Fahrtenklasse waren Horst Brümmer, Manfred Stastny, Franz Pobst und Herbert Herold mit einer Surprise als Erste im Ziel und wurden dafür mit dem Weißen Band ausgezeichnet, den Sieg nach Yardstick holten Thomas Zeillinger, Franz Frühauf und Jürgen Bauer auf einer Delphia 28.
In der Regattaklasse gingen sowohl Weißes Band als auch Sieg nach Yardstick an ein entfesselt segelndes Trio auf einer Seascape 18: Fritz Jauernig und Judith Duller-Mayrhofer wurden von niemand geringerem als Hans Spitzauer zu Höchstleistungen getrieben – so blieb zumindest ein Band im UYCNs.
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