Jugendförderung
Bei der letzten Vorstandssitzung wurde beschlossen, die U26-Förderung wegen zu geringer Nachfrage im Verhältnis zu den anfallenden Kosten einzustellen. Die dadurch frei werdenden Mittel werden dem Hochseereferat zur Verfügung gestellt.
Das bedeutet aber keineswegs dass der OeSV die Jugendförderung aufgibt!
Vielmehr währe es aus verschiedenen Erfahrungsquellen heraus wünschenswert, wenn die Mitgliedsvereine nach Möglichkeit mit den Schulen vor Ort Kontakt aufnehmen und sie z.B. zu einem Tag der offenen Tür oder zum Schnuppersegeln einladen. Das Referat zur Jugend- bzw. Landesverbandskoordination wird von Brigitte Flatscher betreut, wo man sich diesbezüglich Tips aus der Praxis holen kann.
Die Vorteile, direkt Kontakt aufzunehmen, liegen auf der Hand:
1.) man kann, je nach vorhandenen Ressourcen, gezielt auf das gewünschte Alter zugehen
2.) es ist wahrscheinlich einfacher Kinder bzw. Jugendliche in Seenähe zum Segeln zu bringen, da sie alleine zum See kommen können bzw. die Eltern keine weiten Anfahrtswege auf sich nehmen müssen
3.) wäre segeln im Rahmen des Schulsports denkbar, da sowieso viele Lehrer mit ihren Schülern im Zuge von Sportwochen zum segeln und surfen fahren
Sollten durch solche und andere Förderungsmaßnahmen Segel- bzw. Surfbegeisterte Jugendliche gewonnen werden, haben wir alle was davon und sobald sie sich als förderungswürdig im Sinne des Leistungssportes erweisen, werden sie vom OeSV unterstützt.
Es erscheint mir wichtig darauf hinzuweisen, dass Jugendarbeit nur Sinn macht, wenn die Kinder segeln wollen und die Eltern dahinterstehen. Das soll aber nicht soweit gehen, dass die Eltern den Kindern die Boote auf- bzw. abbauen und die Kinder sich mit dem Material überhaupt nicht beschäftigen (Segeltrimm etc.). Diese Vorgehensweise sieht man auch teilweise noch in der Europe- bzw. Laserklasse! Mit dem eigenen, aber auch fremden Material sorgsam umzugehen empfiehlt sich nicht nur im Segelsport, sondern ist auch abseits vom Wasser von Vorteil!
Weiters kann man nicht verlangen dass der Club für die Segelbekleidung etc. aufkommt! Ich sehe im Alpenraum große Unterschiede zwischen Wintersport und Segeln bzw. surfen. Wenn die Eltern für´s Segeln genauso viel Geld ausgeben würden wie für die jeweilige Wintersportart wären unsere Kids perfekt ausgerüstet! Um Kinder zum Segeln zu motivieren bedarf es Vorbildern (siehe Skisport), wo wir wieder beim Leistungszentrum bzw. den diversen Förderunsmaßnahmen im Zuge des Leistungs- und Spitzensports angelangt sind, ohne die Internationale Erfolge kaum möglich wären. Da Kinder erfahrungsgemäß schnell aus den Anzügen etc. herauswachsen, empfehlen sich Tauschbörsen in den Clubs bzw. auf den betreffenden Klassenhomepages. Sollte es gewünscht werden, eröffnen wir auf der OeSV-Homepage eine eigene Rubrik für alles was Kinder u. Jugendliche bis 14 Jahre betrifft.
Manche Clubs leisten sich bezahlte Jugendtrainer, aber auch die kommen ohne die Unterstützung der Eltern nicht weit. Wenn es darum geht auf Auswärtsregatten zu fahren etc. dann ergeben sich einige Schwierigkeiten und Haftungsfragen. Darum ist es generell wünschenswert, wenn die Eltern die Kinder begleiten. Ich habe persönlich erlebt dass Kinder ohne entsprechende Startuhr an den Start gehen (Optiklasse) und halte das für wenig zielführend, da bekanntlich der Start beim Segeln die halbe Miete ist! Wenn die jüngsten noch nicht in der Lage sein sollten eine Stoppuhr zu bedienen, muß man sich Gedanken machen, ob man die Zeit z.B. der letzten Minute über Lautsprecher herunterzählt und somit jedem die Chance zu einem guten Start gibt, damit die Anwesenheit der Eltern nicht mehr zwingend notwendig ist.
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