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14.07.2017

Bargehr/Mähr können WM-Geschichte schreiben

David Bargehr/Lukas Mähr - Copyright: International 470 Class Association / Nikos Alevromytis

Noch nie holte ein österreichisches Boot bei einer 470er WM eine Medaille. Das könnte sich im morgigen Medal Race ändern. 

Als Gesamtdritte, mit acht Punkten Vorsprung auf Platz vier, gehen David Bargehr und Lukas Mähr am Samstag auf Medaillenjagd. Zwar fiel das Vorarlberg-Duo am fünften Wettkampftag mit den Plätzen 17, vier und 19 um einen Rang zurück, hat aber für Samstag alle Trümpfe in der Hand. Ihre erste gemeinsame WM beenden Niko Kampelmühler und Thomas Czajka nach dem letzten Wettkampftag auf Rang 33.

In den Kampf um Gold und Silber können Bargehr/Mähr im Medal Race nicht mehr eingreifen, trotz doppelter Punkte. Bronze können sich die Vorarlberger aber sichern, solange sie nicht um mehr als drei Ränge hinter dem türkischen Boot Cinar/Cinar ins Ziel segeln.

Und selbst ein Materialbruch in der letzten Wettfahrt konnte die beiden auf ihrem Weg zu dieser Chance nicht stoppen. Fast ans Ende des Feldes zurückgefallen, reparierten sie noch während der Fahrt den Lümmelbeschlag, die Verbindung zwischen Mast und Großbaum, und beendeten das Rennen noch als 19. „Wir waren quasi Letzte auf der ersten Vorwind, haben auf der zweiten Kreuz und der zweiten Vorwind alles gegeben. Es ist jeden Tag aufs neue eine Challenge“, erzählt David Bargehr, der über den Bruch des Lümmelbeschlag noch rätselte: „Wir haben eigentlich alles ausgetauscht vor der WM, uns ist das unerklärlich.“

„Alles was jetzt noch kommt, ist Draufgabe“

„Einer unserer früheren Coaches hat einmal gesagt ´Das Ziel bei einer Regatta muss sein, im Medal Race noch um eine Medaille segeln zu können´. Vor der WM war unser erklärtes Ziel das Erreichen des Medal Race. Alles was jetzt noch kommt ist Draufgabe. Es wird auf jeden Fall ein heißer Fight“, ist David Bargehr auf den letzten Tag eingestimmt.

Nun heißt es noch so schnell als möglich das Boot reparieren und bestmöglich regenerieren.

Welche einmalige Chance sich den Vorarlbergern am Samstag bietet, untermauert OeSV-Sportdirektor Georg Fundak: „Das wäre österreichische Sportgeschichte. Es ist alles offen für morgen. Sie haben auch heute wieder aufgezeigt, konnten sich in der zweiten Wettfahrt noch von Platz sechs auf Platz vier verbessern, was bei diesen Bedingungen, mit Wind zwischen neun und 13 Knoten, enorm schwierig ist.“

Kampelmühler/Czajka beenden erste gemeinsame WM auf Rang 33

Äußerst zufrieden zeigt sich Georg Fundak auch mit dem Abschneiden des zweiten OeSV-Bootes. Bei ihrer ersten WM schafften es Niko Kampelmühler und Thomas Czajka auf Anhieb in die Gold Fleet, segelten insgesamt sechs Mal unter die Top 20. Aufgrund eines Frühstarts wurde ihnen ihr bestes Wettfahrtergebnis bei der WM, ein dritter Platz, aberkannt, „Sie konnten über die gesamte Wettfahrt Rang drei verteidigen und das gegen die Besten Segler der Welt“, so der OeSV-Sportdirektor.

Insgesamt konnten sie die Erwartungen bestätigen und auch das Ziel für nächstes Jahr ist bereits definiert, Georg Fundak: „Mit der Qualifikation für die Goldgruppe haben sie das sportliche Ziel erreicht. Ihre gesamte bisherige Entwicklung ist sehr positiv. Sie haben das in sie gesteckte Vertrauen bestätigt. Das Ziel für nächstes Jahr lautet unter die Top 15 oder Top Ten zu segeln.“

Zwischenstand 470er WM nach Tag 5

Die Top 10 der Gold Fleet segeln am Samstag im Medal Race, bei dem die doppelte Punktzahl vergeben wird, um die Medaillen.

1. Mathew Belcher/Will Ryan (AUS) 32 Punkte (4/4/1/4/1/9/1/10/7/1)

3. David Bargehr/Lukas Mähr 60 Punkte (3/3/4/1/3/25/2/4/17/4/19)

33. Niko Kampelmühler/Thomas Czajka 201 Punkte (15/13/20/12/16/29/17/UFD/21/34/24)

 

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter:

http://2017worlds.470.org/en/default/races/race