Die erste Regatta

Die erste Regatta

Wurde einmal der Entschluss gefasst, an einer Regatta teilzunehmen, stellt sich oft der angehende „Regattateilnehmer“ Fragen wie:

Was wäre eine gute Einstiegsregatta?
Welche Voraussetzungen muss Mannschaft und Boot dabei mitbringen?
Brauche ich eine Versicherung und woher bekomme ich diese?
...und kann ich das mir überhaupt zutrauen?

Grundsätzlich kann ich jedem Regattaneuling empfehlen, den Anfang als Crew-Mitglied zu suchen und dabei Erfahrung zu sammeln, denn eine Regatta kann schon die eine oder andere Überraschung mit sich bringen. Ist der Entschluss gefallen, das Steuer selbst in die Hand zu nehmen, hat trotz allem der angehende Regattateilnehmer ein paar Themen zu beachten, damit die erste Regatta auch wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Der A-Schein

Ja, es hilft nichts. Auch wenn Segler ohne Befähigungsnachweis sicherlich gute Segler sein können, wird als Grundvoraussetzung zur Teilnahme an Regatten in Österreich ein Befähigungsnachweis verlangt. Ohne Ausnahme – bedeutet also auch an Club bzw. YardStick-Regatten.

Warum ist leicht erklärt, würden Sie doch ohne Führerschein auch nicht quer durch Wien fahren. Auch wenn Sie sich die Fähigkeiten am heimischen Acker/Parkplatz angeeignet haben. Ein weiterer Grund ist, dass mit diesem Befähigungsnachweis jeder Regattaleiter davon ausgehen kann, dass Sie die wichtigsten Vorrang- und Verhaltensregeln kennen und sich, sowie andere Teilnehmer nicht gefährdet.

Sollten Sie nun traurig vor dem Bildschirm sitzen, kann ich Ihnen versichern, dass es keinen Grund dazu gibt. Unter den angeführten Link finden Sie alle vom OeSV anerkannten Ausbildungsstätten bei denen Sie einen A-Schein mittels Kurs und abschließender Prüfung erlangen können.

Weitere Informationen zu Ausbildungsstätten finden Sie im Bereich Ausblidung.

Versicherung

Wir eine Regatta veranstaltet so gibt es auch ein Dokument Namens „Ausschreibung“. In diesem Dokument sind alle wichtigen Informationen rund um die Regattaveranstaltung enthalten. Unter anderem auch die vom Veranstalter verlangte Versicherungsschutz.

Hierbei sei erwähnt dass es zB. bei Start oder Bahnmarken (Tonnen) oftmals recht eng wird. Will ja jeder als erster und an bester Position über die Startlinie sowie an den Bahnmarken keinen cm herschenken. Und wie der aufmerksame Leser nun schon erahnt, kommt es genau in diesen Situationen manchmal vor dass es zwischen 2 Booten schlussendlich doch zu eng wird.

Es ist daher unerlässlich zumindest eine Haftpflichtversicherung für sein Boot abzuschließen um im Falle eines Falles kein böses Erwachen zu erleben. Bei Abschluss einer Versicherung sind dabei folgende Punkte zu beachten:

Höhe und Umfang des Versicherungsschutzes (Haftpflicht, Teil- bzw. Vollkasko)
Sind Regattateilnahmen mitversichert bzw. ausgenommen
Geographischer Geltungsbereich
Sind der Transport bzw. das Winterlager mitversichert

Unser Tipp: Achten Sie auch darauf, ob das Boot am Liegeplatz des heimischen Clubs gegen diverse Ereignisse wie z.B. Sturm, Hagel, etc. versichert ist! In vielen Fällen gibt es dafür keine Versicherung von Seiten der Clubs.

Mit Ihrer OeSV Mitgliedschaft erhalten Sie bei der Uniqa Versicherung unter angeführten Link nicht nur eine perfekte Beratung welche Versichungsart für Ihre Bedürfnisse die Beste ist, sondern auch als OeSV Mitglied den OeSV Rabatt.

Weitere informationen erhlaten Sie im Servicebereich unter OeSV Versicherung.

Die OeSV Mitgliedschaft

Bei allen vom OeSV anerkannten Regatten bzw. internationalen Regatten, ist auch die Mitgliedschaft des OeSV als Einzelmitgliedschaft oder als Mitglied eines Verbandsvereines oder eines anderen von der ISAF anerkannten Verbandes notwendig. Dies gilt nicht nur für den Steuermann sondern auch für die Crew.

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft Sie im Service-Bereich unter OeSV Mitgliedschaft.

Können Sie die oben angeführten Punkte erfüllen, steht einer Teilnahme so gut wie nichts mehr im Wege. Ich möchte aber noch anmerken, dass je nach Regatta und Ausschreibung weitere Dokumente/Nachweise vorzuweisen sind wie z. B.:

  • Messbrief
  • Nachweis der Registrierung im Yachtregister

Informationen zu Vermessung, Messbrief und Eintragung in das Yachtregister finden Sie im Bereich Service unter dem Punkt Vermessung und Yachtregistrierung.

Tipp

Es empfiehlt sich darüber hinaus das aktuelle Regelwerk "Wettfahrtregeln-Segeln" der ISAF zu erwerben. So ist man, wenn man die Regeln kennt bzw. von Fall zu Fall nachgelesen hat, in der Lage Situationen besser beurteilen zu können und eventuelle Meinungsverschiedenheiten beizulegen.

Nachdem das Regelwerk "Wettfahrtregeln-Segeln" der ISAF gerade für Regattaeinsteiger nicht unbedingt einfach zu lesen ist kann ich das Buch „Die Regeln beim Segeln“, Verlag Delius Klasing, sehr empfehlen. Dieses Buch veranschaulicht in 85 Abbildungen die Schlüsselsituationen, die in Meisterschafts- und Clubregatten immer wieder vorkommen - jeweils aus der Sicht der beteiligten Steuerleute. zusammenfassend wird erläutert, was der einzelne tun darf, tun muss oder nicht tun darf.

Eine letzte Empfehlung noch von mir zum Abschluss – Sollten Sie Fragen haben, dann fragen Sie. Jeder Segler hat einmal angefangen und bekanntlich gibt es keine dummen Fragen sondern nur dumme Antworten.

Mit sportlichen Grüßen

Wolfgang Schreder

wolfgang.schreder@segelverband.at